Urlaub ist ja ‘ne feine Sache, aber aus’m Urlaub zurueckkommen sieht da schon wieder ganz anders aus. Wie versprochen kommt hier also der Urlaubsbericht, aber nicht ohne ein bisschen Gejammer vorne weg. Als ich naemlich letzten Montag wieder ins Buero kam, warteten 189 Emails auf mich und ich brauchte bis Donnerstag, um wieder halbwegs Luftholen zu koennen und meinen Berg an Arbeit abgearbeitet zu haben. Elendig!!! Aber egal ... hier nun Details zu unserer Reise:
25. Mai – wir verliessen die Stadt irgendwann nach vier. Gepackt war ja schon alles, man musste sich nur noch sortieren, dann ging’s ab in den Truck und gen Sueden. Nach nicht mal zwei Stunden kamen wir am Kaw Lake in Oklahoma (oestlich von Ponca City) an, wo wir fuer eine Nacht unser Lager schlugen. Das war auch sehr huebsch dort – ist schon ein bisschen huegliger und gruener und die Seen drumherum sind auch adrett.
26. Mai – Kaw Lake war wie gesagt nur ein Zwischenlager. Am Samstag ging’s gen Osten und Arkansas. Wir machten Halt in Tulsa/Oklahoma, um Cousin Chris und seine Frau Abby zu besuchen. Von dort aus ging’s dann weiter nach Wiederkehr Village/Arkansas. Wir kamen irgendwann um halb sieben an. Bis der Camper angeschlossen, ausgefahren und wohnlich gemacht war, war es schon halb acht. Dann ging’s rueber ins Restaurant, was sich fuer schweizer und deutsche Kueche ruehmt. Nun ja, ich war latent enttaeuscht. Das Essen riss mich nicht unbedingt vom Hocker, der Wein war jedoch ganz gut. Den Abend haben wir dann vorm Camper sitzend und Spiele spielend beendet.
27. Mai – hatte ich eigentlich schon die Wetterlage erwaehnt? Also am Sonntag kam sie so richtig zum tragen, denn es regnete immer mal wieder, vor allem dann, wenn man aus’m Auto aussteigen wollte. Wir liessen uns aber den Spass nicht verderben. Sind an dem Sonntag einfach durch die Landschaft gefahren, haben Seen beguckt und ueberhaupt. Sehr huebsch, sehr huebsch. Um vier mussten wir zurueck sein, um um halb fuenf die Weintour mitmachen zu koennen. Wiederkehr ist naemlich ein kleines Weindorf. Wir bildeten uns ein, dass die uns ueber den Weinberg fuehren und uns zeigen, wo der Wein hergestellt wird. Denkste, Puppe! Alles, was wir sahen, war der Weinkeller. Die Tour dauerte auch keine 10 Minuten. Da mussten wir aus Frust gleich erst mal einen ganzen Karton (12 Flaschen) Wein einkaufen, nachdem alles verkostet wurde.
28. Mai – am Memorial Day Montag wurden in Wiederkehr Village die Zelte abgebrochen und es ging gen Norden nach Eureka Springs/Arkansas. Dort wurde auf dem Wanderlust Camp Ground aufgebaut, bevor es zu einer kleinen Tour durch Eureka Springs ging. Leider regnete es wieder und zu allem Ueberfluss hatte das bayrische Lokal, wo meine Schwiegereltern so gerne essen wollten, geschlossen. Wir entschieden uns also, stattdessen bei Luigi’s zu essen. Dummer Fehler, wirklich dumm! Das Essen war nicht sehr erhebend und auch sonst war’s kein wirkliches Erlebnis. Da war wirklich abends im Camper Eiscreme faellig – mit Keksen, versteht sich!
29. Mai – mittlerweile war’s also schon Dienstag und wir hatten einen Plan, was wir alles in Eureka Springs sehen wollten. Die Innenstadt, das Cresent Hotel, Pivot Rock, Thorncrown Chapel ... so wurden also alle Sehenswuerdigkeiten ueber den Tag hinweg abgearbeitet. Wir waren am spaeten Nachmittag sogar noch in einer Hoehle – man goennt sich ja sonst nichts.
30. Mai – Beaver Lake stand auf dem Plan. Der wahrscheinlich klarste See, den ich hier bis jetzt gesehen hab. Leider regnete es mal wieder. Was soll man machen? Ausserdem besuchten wir War Eagle Mill – eine alte Wassermuehle, die huebsch zum angucken ist. Irgendwie liessen wir uns an diesem Mittwoch einfach mal richtig Zeit. War ja schliesslich Urlaub. Das bayrische Lokal war auch wieder offen, also wurde da zuenftig gegessen – ich hatte Gullasch mit einem Knoedel ... SEHR lecker!!!
31. Mai – die Reise sollte uns auf unsere letzte Etappe nach Branson/Missouri fuehren. Nicht mal 1 ½ Stunden dauerte die Fahrt dorthin. Tall Pines Camp Ground war unser Ziel, wo wir einen schoenen Stellplatz mitten im Mischwald hatten. Nachmittags erkundeten wir Branson, welches mir im Vergleich zu Eureka Springs nicht so gefallen hat. Eureka Springs ist einfach huebsch zum Angucken – viktoriansche Haeuser, wunderschoene Gaerten, Springbrunnen. Branson dagegen besteht nur aus Hotels und Show-Theatern. Nicht wirklich sehenswert.
1. Juni – am letzten Tag unseres Urlaubs wollten wir Silver Dollar City besuchen – ein Vergnuegungspark, der wie ein altes Dorf gestaltet ist. Glueckskinder, die wir sind, trafen wir ein junges Paar mit Kindern, die Freundschaftseintrittskarten hatten, die sie uns schenkten. Somit kamen wir also fuer umsonst in den Park, was mich Sparbroetchen natuerlich tierisch gefreut hat. Der Tag verging auch wie im Fluge ... wir sahen dem Schmied zu und dem Glasblaeser, assen lecker BBQ, fuhren sogar Achterbahn (fuer mich das erste und letzte Mal) und liessen es uns gutgehen. Um sieben machten wir uns endlich wieder auf den Heimweg. Wollten eigentlich gemuetlich draussen vor dem Feuer sitzen, aber es fing – wie immer – an zu regnen. Leider, leider ...
2. June – Tag der Abreise. Mittags hatten wir endlich beisammen und um kurz nach zwoelf ging’s gen Heimat, wo wir um sieben Uhr abends nach Stunden der Fahrerei endlich ankamen. Und Sonnenschein wartete auf uns.
Schee war’s also ... die Zeit verging wie im Fluge und wir haben viel gesehen. Arkansas ist wirklich ein schoener Staat, besonders, wenn man sich Zeit lassen und einfach nur die Natur geniessen will. Nun ist er also wieder vorbei, der Urlaub. Schade, schade.
Wildwest_in_Wichita - 13. Jun, 11:40