9
Jan
2007

Alles neu ...

Nun ist es also soweit ... ein neuer Blog = neues Glueck? Es bleibt abzuwarten. Jedoch werden meine treuen Leser diesen Umzug hoffentlich unbeschadet ueberstehen und voller Freude weiter mit dabei sind, wenn's heisst " Sagenhaftes und Unsagbares!" In diesem Sinne ... willkommen bei "Wildwest in Wichita", die zweite!!! :)

8
Jan
2007

Der Hueter der Praerie

Man fuehlt sich doch immer soviel beschuetzter, wenn da jemand ist, der auf einen aufpasst. Hier in Wichita gibt's dann 'nen ganz besonderen Beschuetzer - den Hueter der Praerie (Keeper of the Plains). Diese Statue kann ich jeden Morgen auf meinem Weg zur Arbeit sehen, wie er dort steht und die grosse, weite Steppenlandschaft von Kansas bewacht. Wenn das mal nichts ist, oder?!? Darf ich also vorstellen? Der Hueter der Praerie.

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P.S. Fuer die Wissensdurstigen unter den Lesern hier noch ein paar Informationen: Der "Keeper of the Plains" ist eine 44-Fuss-hohe Stahlskulptur, die von Kiowa-Comanche-Kuenstler Blackbear Bosin konstruiert wurde und mit zum Indianischen Museum gehoert. Aufgestellt wurde die Skulptur 1974 und 2006 wurde sie auf einen 30-Fuss-hohen Felsen verpflanzt - somit ist die Skulptur nun von weither sichtbar.

2
Jan
2007

John Irving: Die wilde Geschichte vom Wassertrinker

Fred Bogus Trumpers Leben regiert das Chaos: die Ehe mit der Skiläuferin Sue "Biggie" Kunft ist gescheitert; seine derzeitige Geliebte Tulpen will unbedingt ein Kind und sein Sexleben ist dank einer Geschlechtskrankheit ein voller Flop. Obendrein kommen die Probleme mit seiner Doktorarbeit und das nervige Filmprojekt seines Kumpels Ralph Packer, der unbedingt Bogus' verkorkstes Leben dokumentieren will. Für Bogus gibt es schließlich nur einen Ausweg aus dieser Misere: Er begibt sich auf die Suche nach seinem alten Kumpel, dem Diabetiker Merrill Overturf - und nach sich selbst...

Es ist ein herrlicher Genuß, zu verfolgen, wie Irving die Geschichte des antriebslosen und doch sehr sympathischen Antihelden Bogus Trumper erzählt. Dabei gelingt es Irving mühelos, dem Leser seine manchmal verschrobenen, aber doch sehr liebenswürdigen und lebensnahen Charaktere nahe zu bringen und Interesse für ihre oftmals skurrilen Abenteuer zu wecken. Besonders im Gedächtnis blieb mir die Figur des Merril Overturfs - endlich mal wurden ein Diabetiker und die Probleme mit dieser Krankheit authentisch dargestellt und ein Diabetiker durfte endlich auch mal über die Stränge schlagen.

Als Highlight neben den vielen kleinen Detailschilderungen, die oftmals strotzen vor Ironie und gleichzeitigem Respekt, wie beispielsweise Tulpens Aquarienlandschaft oder die Jagd nach der kleinen Risky Mouse in Biggies Keller, empfand ich vor allem die immer wieder eingestreuten Sprengsel von der (fiktiven?) altniedernordischen Ballade "Akthelt und Gunnel", an denen sich Bogus mehr als einmal die Zähne ausbeisst und die, obwohl sie oft völlig fehl am Platz scheinen, sich doch auf wundersame Weise in das Gesamtgeschehen einfügen und dem Lesevergnügen noch die Krone aufsetzen.

Auf ein Neues!!!

Da das Jahr schon wieder zwei Tage alt ist, muss ich an dieser Stelle auch ganz schnell mal Neujahrsgruesse und -wuensche von mir geben. Silvester hier war relativ unspektakulaer und die von mir am Samstag erworbene Flasche Sekt steht auch immer noch erwartungsvoll im Kuehlschrank. So nuechtern habe ich den Jahreswechsel seit zwei Jahren nicht mehr begangen. Damals ... 2004 am Times Square, wo Alkohol verboten war ... das war dann aber zwangslaeufige Trockenlegung ... *lach* Egal wie ... auf ein Neues, sag ich da nur!!!

31
Dez
2006

Schnee ...

Ich sitze gerade im Arbeitszimmer und schaue aus dem Fenster. Es ist ganz schoen komisch, wenn der Schnee nicht von oben nach unten, sondern von rechts nach links faellt!

31
Dez
2006

... alles hat ein Ende ...

... so auch dieses Jahr. In Deutschland ist es mittlerweile schon der 31.12. waehrend wir noch gemuetlich 'nen Tag hinterher sind. Aber trotzalledem ... 2006 ist fast vorbei. Eine gute Gelegenheit, kurz Revue passieren zu lassen. Vieles ist passiert - ich habe endlich mit der Uni abgeschlossen, 'nen guten Job geangelt, zweimal geheiratet, 'n neues Auto gekauft und bin auch noch umgezogen. Das alles in einem Jahr?!? Unglaublich!!! Trotz einiger trauriger Ereignisse, wie zum Beispiel der Tod des Vaters meiner besten Freundin, war es doch ein gutes Jahr. Ein Jahr, fuer das ich dankbar bin. Ein Jahr, das zwei Familien von zwei Kontinenten ein bisschen enger zusammen gebracht hat. Ein gutes Jahr!!! Also auf ein neues ...

Mitch Albom: Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen

An seinem 83. Geburtstag kommt Eddie bei einem Unfall ums Leben. Es scheint das tragische Ende eines bedeutungslosen Daseins. Doch im Jenseits begegnet er fünf Menschen, die in seinem Leben eine entscheidende Rolle gespielt haben. Anhand ihrer Erzählungen offenbaren sie Eddie Zusammenhänge in seinem Schicksal, die ihm bislang verborgen waren. Sie lehren ihn, sich mit seiner Vergangenheit zu versöhnen und zeigen ihm den verborgenen Sinn in einem nur scheinbar bedeutungslosen Sein.

Bruno, das Brathuhn

Das Glueck liegt doch manchmal in den kleinen Dingen des Lebens. Mein kleines Glueck heute brachte mir jemand ganz besonders leckeres. Darf ich vorstellen? Bruno, das Brathuhn. In meinen 28 Lebensjahren habe ich schon so manches gekocht oder gebacken, aber ein ganzes Huhn hatte ich mich bis dato noch nicht herangewagt. Heute aber war der grosse Tag ... und Bruno war mein Versuchskaninchen ... aehm ... Huhn meine ich. Und ich muss selbstgefaellig zugeben, dass der Versuch gelungen ist. Bruno war unheimlich wohlschmeckend! Sein Originaltitel war uebrigens "Lemon And Herb Roasted Chicken With Baby Potatoes" (Zitronen und Kraeuter geroestetes Huhn mit Babykartoffeln). Bitte vertrauensvoll an mich wenden, falls das Rezept ausprobiert werden moechte. Darf ich also vorstellen? Bruno, das Brathuhn.

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24
Dez
2006

Deutsch-Amerikanische Freundschaft

Es gibt Dinge, auf die man einfach nicht verzichten kann, besonders um Weihnachten rum. Und ist es da nicht besonders begruessenswert, wenn eines dieser Dinge als Deutsch-Amerikanische Freundschaft tituliert werden kann. Nun, eine ganz besondere Freundschaft haben diese beiden hier entwickelt - sie heissen "Gluehfix" und "Sutter Home Cabernet Sauvignon" (Kalifornischer Rotwein, 2002). An kuehlen (man kann sie halt doch nicht frostig nennen zur Zeit) Winterabenden wird also der "gute" Sutter warmgemacht, ein Beutel Gluehfix reingetan und binnen fuenf Minuten riecht's wie aufm Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Wenn das nicht heimische Gefuehle erweckt?!? *grins* Darf ich also vorstellen? Gluehwein auf amerikanisch!!!

deutsch-amerikanische-freundschaft

Um dem ganzen noch einen kleinen, lehrreichen Touch zu geben, hier was zur Geschichte des Gluehweins, welche bis in die Zeit des römischen Reiches zurückgeht. Im 2000 Jahre alten Rezeptbuch des Apicius ist das erste Rezept für den "erlesenen Würzwein", latainisch conditum paradoxum, zu finden. Marcus Gavius Apicius war ein berühmter römischer Feinschmecker und der bekannteste Kochbuchautor der Antike. Das von ihm stammende Rezept, setzt sich wie folgt zusammen: auf 5 Liter Wein, kommt 1 Liter Honig, dazu 30 Sternanis, drei Stangen Zimt, Lorbeerblätter, Nelken, Koriander und Thymian. Um den Wein haltbarer zu machen, haben die Römer in ihrer Zeit Zucker hinzugefügt, da es erst 1500 n.Chr. möglich war, den Wein mit Schwefel zu versetzten. Vorher nahm man eben Zucker oder Honig, was natürlich noch besser schmeckt. Natürlich war Würzwein in dieser Zeit ein extravagantes Getränk für reiche Personen, wie Fürsten oder Könige, da Gewürze damals ein Vermögen wert waren. Der Otto-Normal-Bauer war schon froh, wenn er Pfefferminze verwenden konnte.

22
Dez
2006

In Sachen Fingerabdruck

Wir schreiben den 22.12. ... nur noch zwei Tage bis Weihnachten ... und ich musste heute Morgen puenktlich um acht antreten zum Fingerabdruecke abgeben. Yep, ganz richtig gelesen ... kam mir vor, als wenn ich in eine Verbrecherkartei aufgenommen werde. Aber hat ja alles seinen Sinn und Zweck (hofft man), fuer's Visum war's naemlich. Und heutzutage geht man dann auch gar nicht mehr mit schwarzen Fingern nach Hause, nein, das wird alles elektronisch gemacht. Da werden die Abdruecke naemlich gescannt. Ganz schon high-tech, das Ganze. Aber ging auch ruckizucki. Man kann sich also nicht beklagen!!!

21
Dez
2006

Ordnung muss sein

Der aufmerksame Leser hat's mit Sicherheit schon gesehen, aber es soll hier auch noch mal aufs genaueste erlaeutert werden: Neuerungen haben ihren Weg zu Wildwest-in-Wichita gefunden und neue Kategorien wurden geschaffen. Da waere zum einen die Kategorie "Gelesenes", in der ich ab und zu mal meinen Senf zu einem gerade gelesenen Buch abgeben werde. Natuerlich werde ich nur ueber die Buecher berichten, die ich auch als lesenswert empfand. Logisch, oder?!? Wie dem auch sei ... dann gaebe es noch die Kategorie "Darf ich vorstellen", unter der ich jetzt ab und zu mal etwas aus meinem Leben vorstellen werde. Als erstes Vorstellungsobjekt musste Kurt herhalten. Mehr verrate ich an dieser Stelle aber nicht. Die Kategorie rechter Hand anklicken und mal reinlesen ...

Paulo Coelho: Der Alchemist

Der Alchimist präsentiert eine schlichte, auf einfachen Wahrheiten beruhende Fabel, gibt ihr aber einen höchst ungewöhnlichen Rahmen. Und obwohl wir hier das Rezept für einen Bestseller wittern mögen -- ein neues ist es sicherlich nicht. Schon die Geschichtenerzähler in den alten Stammeskulturen wußten, daß dies der beste Weg war, ein Publikum erfolgreich zu unterhalten, während man gleichzeitig die eine oder andere Lehre mit einfließen ließ.

Der brasilianische Geschichtenerzähler Paulo Coelho macht uns mit Santiago bekannt, einem andalusischen Hirtenjungen, der eines Nachts von einem fernen Schatz in den ägyptischen Pyramiden träumt. Und so macht sich Santiago auf den Weg: er verläßt Spanien, um buchstäblich seinem Traum zu folgen.

Unterwegs trifft er auf viele spirituelle Boten, die in bescheidenen Formen auftreten -- zum Beispiel als Kameltreiber oder als belesener Engländer. In einem der Bücher des Engländers erfährt Santiago zum ersten Mal von den Alchimisten -- Männern, die glaubten, daß, wenn man ein Metall jahrelang erhitzt, es sich von all seinen individuellen Eigenschaften befreien würde, und daß das, was übrigbliebe, die "Seele der Welt" sei. Natürlich trifft er irgendwann tatsächlich auf einen Alchimisten, und die daraus entstehende Lehrer-Schüler-Beziehung rückt das irrige Weltbild des Jungen zurecht, während sie ihn gleichzeitig dazu ermutigt, seinen Träumen treu zu bleiben. "Mein Herz fürchtet sich davor, zu leiden", vertraut der Junge dem Alchimisten eines Nachts an, als sie in den mondlosen Himmel schauen.

"Sag deinem Herz, daß die Furcht vor dem Leiden schlimmer ist, als das Leiden selbst", antwortet der Alchimist. "Und daß noch nie ein Herz auf der Suche nach seinen Träumen gelitten hat, weil jede Sekunde der Suche eine Sekunde der Begegnung mit Gott und der Ewigkeit ist."

Meine Buerobox

Im Amerikanischen werden die von mir liebevoll Buerobox genannten Teile "Cubicle" genannt. Und dieses mein Reich moechte ich heute gern vorstellen. Ich nenne es liebevoll Kurt, das Cubicle. Kurt ist uebrigens nicht allein ... Harvey, meine Gruenpflanze leistet Kurt Gesellschaft, wenn ich nicht am Platz bin. Harvey ist eigentlich auch ein ganz netter, nur hat er sich leider zum Trinker entwickelt. Und nach einem (durchzechten) Wochenende liegt er dann aufm Trockenen und die Blaetter haengen ganz jaemmerlich. Aber wir wollen an dieser Stelle ja nicht ueber Harvey, sondern ueber Kurt sprechen. Kurt ist eigentlich ganz komfortabel. Er besteht aus einem grosszuegigen Eckschreibtisch, halbhohen Waenden, an die man alles Moegliche (zum Beispiel Fotos und Telefonlisten) pinnen kann, einem Schrankteil mit Klapptuer und zwei Schubladenelementen, die viel Stauraum bieten. Kurt mag auf den ersten Blick klein aussehen, aber mir gibt er ein behagliches Gefuehl von Sicherheit. Alles hat seinen Platz und man findet es mit Sicherheit auch wieder. Wie dem auch sei ... seht selbst. Darf ich vorstellen? Kurt!!!

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Baby
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